[Stiftung Hessischer Naturschutz]

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Gefährdete Arten in Hessen

Die Zauneidechse (Lacerta agilis)
Die Zauneidechse (ist mit ihrer braunen Färbung und den Flecken optimal getarnt und somit gar nicht so leicht zwischen Gestrüpp und Steinen zu entdecken. Doch zur Paarungszeit färben sich die Flanken der Männchen in ein kräftiges grün, um für die Damenwelt attraktiv zu werden. Nach der Paarung legt das Weibchen 9-14 Eier in besonnten, aber dennoch leicht feuchten Boden und nach ca. 9 Wochen schlüpfen die Jungen. Da die Brut auf Wärme angewiesen ist, wird die Art von der Klimaerwärmung profitieren.

Bei einem Angriff durch ein Raubtier können die Eidechsen ihren Schwanz abwerfen. Vom 6. Wirbel an hat jeder Schwanzwirbel eine vorgebildete Bruchstelle. Im Binde- und Muskelgewebe gibt es ebenfalls eingebaute Schwachstellen. Durch ein relativ autonomes Nervensystem schlängelt sich der abgeworfene Schwanz oft heftig und wird daher als Beute ergriffen. Der Schwanz wächst mehr oder weniger gut wieder nach. Hat der nachgewachsene Schwanz die Länge des ursprünglichen erreicht, so kann man ihn häufig nicht mehr von einem solchen unterscheiden. Beim nachgewachsenen Schwanz ist das Stützelement allerdings lediglich ein ungegliederter Knorpelstab. Diese Fähigkeit, den Schwanz abzuwerfen, nennt man (Schwanz-)Autotomie.

Mit einer nahezu flächendeckenden Verbreitung gehört die Zauneidechse zu den häufigsten Reptilien in Hessen, sie fehlt nur in den bewaldeten Hochlagen von Kellerwald, Rhön, Vogelsberg und Taunus. In den Jahren 1998 bis 2003 gab es 470 Meldungen über Zauneidechsenvorkommen aus allen Landkreisen, trotzdem sind die Bestände rückläufig und die Art gilt als gefährdet.
 
 
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