[Stiftung Hessischer Naturschutz]

Förderrichtlinien

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Richtlinien der Stiftung Hessischer Naturschutz zur Förderung von Projekten Dritter

(1) Zweck der Förderung

Die Stiftung Hessischer Naturschutz f√∂rdert materiell und ideell den Schutz der Natur und der Landschaft und soll damit zur Erhaltung der nat√ľrlichen Umwelt und der nat√ľrlichen Lebensgrundlagen dienen.
Die Stiftung hat insbesondere folgende Aufgaben:

- Förderung von Maßnahmen zum Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft;
- Förderung der Verbreitung des Naturschutzgedankens.

(2) Gegenstand der Förderung

Entsprechend der Stiftungssatzung k√∂nnen nur Ma√ünahmen gef√∂rdert werden, die den Stiftungszwecken entsprechen. Dies sind Anregung und Unterst√ľtzung von Ma√ünahmen in den Bereichen:
- Erhaltung der Biodiversität,
- Untersuchungen im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege,
- Unterst√ľtzung und F√∂rderung von Ma√ünahmen zur Umweltbildung und √Ėffentlichkeitsarbeit.

Nicht gefördert werden insbesondere:
- Pflichtaufgaben, Ausgleichs- oder Ersatzma√ünahmen, Erf√ľllung von Auflagen aus gesetzlichen oder anderweitigen Verpflichtungen,
- Personalkosten des Antragstellers (Dauerbeschäftigte), Betriebskosten,
- die wiederholte Förderung eines Projektes.

Die Stiftung kann - zeitlich begrenzt - Förderschwerpunkte festlegen.

(3) Zuwendungsempfänger

1.1 Antragsberechtigt sind nur juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts.

1.2 Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

(4) Zuwendungsvoraussetzungen

Gefördert werden grundsätzlich nur Maßnahmen,

4.1 bei denen die Gesamtfinanzierung gesichert ist,

4.2 bei deren Empf√§ngern eine ordnungsgem√§√üe Gesch√§ftsf√ľhrung gesichert erscheint,

4.3 die zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen wurden. Als Beginn einer Maßnahme ist auch der Abschluss eines schuldrechtlichen Vertrages im Hinblick auf die zu fördernde Maßnahme anzusehen.

(5) Zuwendungsfähige Ausgaben

- Alle Ausgaben, die f√ľr die Realisierung der Ma√ünahme notwendig sind, soweit sie sich in einem angemessenen Rahmen bewegen.

(6) Art der Förderung

6.1 Die Stiftung f√∂rdert Projekte (einzelne abgegrenzte Vorhaben) in Hessen. Die Stiftung beh√§lt sich die M√∂glichkeit vor, l√§nder√ľbergreifende Projekte mit hessischer Beteiligung zu f√∂rdern. Eine institutionelle F√∂rderung ist ausgeschlossen.

6.2 Zusch√ľsse werden bewilligt
- nach einem bestimmten Anteil an den zuwendungsfähigen Ausgaben (Anteilsfinanzierung)
- mit einem festen Betrag an der Gesamtfinanzierung (Festbetragsfinanzierung).
Neben nicht r√ľckzahlbaren Zuwendungen k√∂nnen auch r√ľckzahlbare Zuwendungen gew√§hrt werden. Diese k√∂nnen anstelle oder zus√§tzlich zu einem nicht r√ľckzahlbaren Zuschuss gegeben werden.

6.3 Der Zuschuss kann je nach Projekt und Antragssteller in unterschiedlicher Höhe gewährt werden.

(7) Antragsstellung

7.1 Förderanträge sind schriftlich in einfacher Ausfertigung zu stellen an:

Stiftung Hessischer Naturschutz,
Postfach 31 09, 65021 Wiesbaden

Hierbei ist das "Antragsformular" zu verwenden.

Aus dem Antrag m√ľssen Bewilligungsempf√§nger, Gegenstand, naturschutzfachliche Rahmenbedingungen und Zielsetzung des Vorhabens, Art und Umfang der Durchf√ľhrung, Beginn und Dauer des Projekts, seine Kosten, die beabsichtigte Gesamtfinanzierung einschlie√ülich beantragter Zuwendungen Dritter und die H√∂he und Art der angestrebten F√∂rderung durch die Stiftung sowie die vorgesehene Weiterf√ľhrung des Projekts √ľber den f√∂rdergegenst√§ndlichen Zeitraum hinaus ersichtlich sein. Geeignetes Datenmaterial und weiterf√ľhrende Hinweise aus vorhandenen Fachunterlagen sind in den Antrag begr√ľndend aufzunehmen.

(8) Bewilligung

√úber die F√∂rderung entscheidet der Stiftungsvorstand. Bei F√∂rderantr√§gen mit einem Antragsvolumen von mehr als 15.000 Euro entscheidet der Stiftungsrat √ľber das Vorhaben nach Empfehlung des Vorstandes. Einer Begr√ľndung der Entscheidung bedarf es nicht. Die Gesch√§ftsstelle der Stiftung Hessischer Naturschutz fertigt die F√∂rderbescheide aus. Bewilligung, Auszahlung, Nachweis der Mittelverwendung und Erstattung von Zuwendungen erfolgen nach den Vorschriften des ¬ß 44 der LHO. Bestandteil des Zuwendungsbescheides sind die "Allgemeinen Nebenbestimmungen f√ľr Zuwendung zur Projektf√∂rderung (ANBest-P)" bzw. bei Gebietsk√∂rperschaften die ANBest-GK.

Die Stiftung ist zur publizistischen Darstellung gef√∂rderter Projekte berechtigt. Zuwendungsempf√§nger haben bei Ver√∂ffentlichungen √ľber F√∂rderprojekte in Medien oder bei eigenen Publikationen, Ausstellungen und dgl. in geeigneter Weise zum Ausdruck zu bringen, dass das Projekt mit Mitteln der Stiftung gef√∂rdert wurde. √úber weitere √∂ffentlichkeitswirksame Kennzeichnung wird ggf. im Einzelfall befunden.

(9) Schutzbestimmungen

F√∂rderprojekte werden von den Zuwendungsempf√§ngern in eigener Verantwortung durchgef√ľhrt. Sie sind f√ľr die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, beh√∂rdlicher Anordnungen und √Ąhnlichem sowie der Sicherheits- und Unfallverh√ľtungsvorschriften verantwortlich. Die Stiftung steht nicht f√ľr Sch√§den ein, die aus der Durchf√ľhrung und Nutzung von F√∂rderprojekten entstehen. Die Stiftung darf Dritten gegen√ľber nicht verpflichtet werden.

Die Stiftung ist berechtigt, alle mit dem F√∂rderantrag und den dazugeh√∂rigen Unterlagen erhobenen personenbezogenen und sachbezogenen Daten zum Zwecke der Bearbeitung und Auswertung elektronisch zu verarbeiten. Sie ist befugt, die Daten an Stellen zur Kenntnis und zur Bearbeitung weiterzugeben, die an der Pr√ľfung, Umsetzung oder Kontrolle des Vorhabens beteiligt sind. Die Stiftung ist ferner berechtigt, die Daten f√ľr Zwecke der √Ėffentlichkeitsarbeit zu nutzen

Da es sich bei diesen Rechten um eine allgemeine Voraussetzung f√ľr die Gew√§hrung von F√∂rdermitteln handelt, wird die Einwilligung des Antragsstellers / Zuwendungsempf√§ngers zur Datenverarbeitung vorausgesetzt.

Auf die M√∂glichkeit einer R√ľckforderung - gegebenenfalls zuz√ľglich Zinsen in H√∂he von 5 v. H. √ľber dem jeweiligen Basiszins - bei nicht f√∂rderungsf√§higer Verwendung der Mittel wird ausdr√ľcklich hingewiesen.

 
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